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Dänemarks Verbraucher nun ebenfalls von globaler Missstimmung erfasst

23. Oktober 2019, 11:18 Uhr

Für geraume Zeit haben die dänische Volkswirtschaft und besonders ihre Verbraucher der gedrückten Stimmung widerstehen können, die sukzessive die Weltwirtschaft befällt. Die Industrieproduktion ebenso wie die Einzelhandelsumsätze haben einstweilen dem Abschwung getrotzt, der in vielen anderen europäischen Ländern eingesetzt hat. Die deutschen Vebraucher waren dabei jüngst die nächsten, die nunmehr einige Zurückhaltung in ihrer bis dato bemerkenswerten Spendierlaune gezeigt haben; bisher sind lediglich die Niederländer so widerstandsfähig wie die Dänen gewesen.

Doch nun haben sich die Haushalte in Dänemark ebenfalls den globalen Schnupfen eingefangen. Der Hauptindex des offiziellen Maßes für das Verbrauchervertrauen ist auf seinen tiefsten Stand in drei Jahren und damit sogar noch unter das Niveau gefallen, das er im vergangenen Dezember erreicht hatte, als weltweit die Märkte erschüttert wurden (s. Chart). Speziell bezüglich ihrer finanziellen Situation und daher größerer Anschaffungen in naher Zukunft erwarten die Dänen nun eine Verschlechterung.

Dänemark folgt damit schlicht dem Beispiel anderer skandinavischer Länder, wenn auch mit Verzögerung: Alle sind sie kleine, offene Volkswirtschaften, die in besonderem Maße von globaler Nachfrage nach ihren Produkten und schwungvollem Handel im Allgemeinen abhängig sind. Daher wird sie leider auch ein noch härterer Schlag treffen, sollten Protektionismus und Brexit-Unsicherheit in dieser Weise noch länger Bestand haben.


source: tradingeconomics.com