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Geschäftsklima für KMU in den USA trübt sich stark ein

12. Februar 2019, 13:04 Uhr

Hilfreich wie sie auch gewesen sein mögen, haben die Steuersenkungen Donald Trumps zwischenzeitlich nicht nur an Wirkung verloren – sein simultaner Handelsstreit mit China ebenso wie seine Bereitschaft, die Bundesregierung so oft in einen „shut-down“ zu zwingen wie es nötig ist, um die Mittel für seinen Grenzwall gegen Mexiko zu bekommen, beginnen ebenfalls deutliche Spuren in der US-Wirtschaft zu hinterlassen.

Und es sind natürlich die ‚weichen‘ Frühindikatoren wie das Geschäftsklima, die zuerst Probleme anzeigen: Der sogenannte Small Business Optimism Index der National Federation of Independent Business ist in den vergangenen Monaten dramatisch gefallen (s. Chart). Sogar die Kehrtwende der Fed in ihrer geldpolitischen Ausrichtung hat offensichtlich nicht gereicht, um die Stimmung in den kleinen und mittleren Unternehmen zu beruhigen.

Es ist natürlich nur ein Indikator; und andere Frühindikator wie etwa die Einkaufsmanagerindices (PMI) von Markit, aber auch wie jene von regionalen Banken der Federal Reserve zeigen noch immer eine kräftige wenn auch abgebremste ökonomische Aktivität an. Doch da er die Stimmungslage an der Basis der amerikanischen Volkswirtschaft widerspiegelt, bietet der Indikator der NFIB ein Radar besonderer Reichweite – und diese Zahlen erlauben sicherlich keine übermäßige Gelassenheit. Die schließliche Lösung des Handelskonflikts mit China ebenso wie des Budgetkonflikts mit dem Kongress werden daher darüber entscheiden, ob sich diese Verschlechterung des Geschäftsklimas in den kommenden Monaten verfestigen oder verflüchtigen wird.


Quelle: tradingeconomics.com