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Starker Umsatzsprung in Hongkongs Einzelhandel bestätigt jüngsten Trend

01. Juni 2018, 11:57 Uhr

Im gesamten Zeitraum zwischen 2011-2015 hatte das Wachstum der Einzelhandelsumsätze in Hongkong kontinuierlich an Schwung eingebüßt, bis es schließlich auf ein Mehrjahrestief von -20% im Jahresvergleich zu Beginn von 2016 gefallen war. Vordem einmal einer der Sterne am Himmel der Konsumtempel, verlor der Stadtstaat den Anschluss zu direkten Wettbewerbern wie Singapur ebenso wie Aufsteigern im übrigen Asien und den Golfstaaten.

Doch im Verlauf von 2016 setzte ein zögerlicher Umschwung ein, der in der jüngsten Vergangenheit nunmehr bestätigt worden ist und in zweistelligen Wachstumsraten sowohl im Februar als auch im März und April gipfelte (s. Chart). Zuvorderst unter den Treibern dieser Erholung rangierten just jene Luxusgüter, die ausländischen Markenanbieter während des oben beschriebenen Abschwungs Sorgen bereitet hatten: Autos, Uhren und Juwelen, und andere kostpielige Konsumgüter verkauften sich um jeweils über 15% mehr als im April des vergangenen Jahres. Wiewohl diese Zahlen nominal sind, werden die damit verbundenen realen Absatzmengen angesichts einer seit 2014 kontinuierlich gefallen Inflationsrate kaum geschmälert.

Somit spiegeln die Einzelhandelsumsätze den wiederentdeckten „Mojo“ von Hongkongs Verbrauchern just zu jenem Umkehrzeitpunkt, als die Nachwirkungen der politischen Spannungen aus 2014 nachzulassen begannen. Und abgesehen von einem unvermittelten Einbruch der chinesischen Volkswirtschaft können wir keinen Grund erkennen, warum die aktuelle Einkaufslaune der Hongkonger in absehbarer Zeit enden sollte.


Quelle: tradingeconomics.com