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Wahlen in US-Bundesstaaten schlechtes Omen for Donald Trump

07. November 2019, 17:30 Uhr

Im Rückblick werden Politkommentatoren vielleicht später einmal sagen, dass dies der Moment war, indem Donald Trumps Aussichten auf Wiederwahl zu schwinden begannen.

Nicht nur, dass die Republikaner das vom Präsidenten selbst hervorgehobene Rennen um den Gouverneursposten in Kentucky verloren haben: Der Amtsinhaber der GOP im Südstaat Mississippi konnte sein Amt ebenfalls nur mit einer deutlich geringeren Marge verteidigen, als es die republikanische Prägung des Magnolia State sowie der Umstand erwarten ließen, dass Donald Trump beinahe nirgends im ganzen Land so populär ist. Das aus seiner Sicht größte Problem allerdings zeigte sich unter dem Radar der meisten Politanalysten und -kommentatoren auf dieser Seite des Teichs: Der Doppelsieg der Demokraten in den Wahlen zum Bundesstaatsparlament von Virginia. Im Old Dominion schafften es die Demokraten nicht nur, im House of Delegates eine Mehrheit zu gewinnen, sondern sogar auch im Senat des Staates, der für gewöhnlich eher noch weniger für einen solchen Mehrheitswechsel auf der Beobachtungsliste stünde. Sowohl im Bluegrass State als auch in Virginia brachten motivierte und von der Politik des Präsidenten desillusionierte Wähler aus den Vororten der Großstädte den Sieg für die Demokraten.

Sollte sich dieser Trend in entscheidenden Staaten wie Pennsylvania und Ohio im kommenden Jahr bestätigen, dann dürfte sich die bereits allzu oft vorhergesagte zweite Amtszeit Donald Trumps schnell in Luft auflösen.