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Der Brexit steuert just auf das ökonomische Desaster zu, das wir stets antizipiert haben

07. September 2020, 11:41 Uhr

Manchmal bedauern wir es regelrecht, richtig gelegen zu haben. Der Brexit ist ein besonderes Beispiel. Seit Jahren haben wir das Ergebnis vorweggenommen, dem sich britische und europäische Unternehmen nun gegenüber sehen: Dass es kein detailliertes Handelsabkommen zwischen London und Brüssel geben wird, wenn das Vereinigte Königreich den gemeinsamen Binnenmarkt am 1. Januar 2021 schließlich verlässt.

Das bedeutet schlicht und ergreifend dass sogar falls noch eine Vereinbarung in Brüssel bis zum 15. Oktober zu Stande kommen sollte (die neue von Boris Johnson gesetzte Deadline) diese dennoch kaum mehr als eine Absichtserklärung sein wird: Ja, das Königreich und die EU27 haben sich darauf geeinigt, sich einigen zu wollen, aber alle Details müssen sich im Lauf der folgenden Jahre herausstellen – Zollbestimmungen, Warenverkehr und Datenaustausch inklusive.

Anstatt endlich vom Radar zu verschwinden, wird die Belastung des Brexits also Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals noch viele Jahre begleiten; und geeignete Maßnahmen werden währenddessen fortlaufend zu ergreifen sein. Wie eh und je stehen wir bereit, Sie dabei zu unterstützen.

Das Pfund, das in den vergangenen Jahren nahezu ungerührt vom Verlauf der Brexit-Schlagzeilen blieb, dürfte einen gewaltigen Nasenstüber erfahren, wenn die Märkte bald die Erkenntnis einzupreisen beginnen, dass Britannien auf WTO-Grundlage aus dem gemeinsamen Binnenmarkt rausfallen wird; die Renditen britischer Staatsanleihen dürften ebenso deutlich absacken. Schnallen Sie sich also für eine langfristige Herausforderung sowohl für die Realwirtschaft als auch die Finanzmärkte an.

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