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Devisenbrett

Unsere aktuellen Einschätzungen

Die Bewertung von Devisenbeständen und das zugehörige Liquiditätsrisiko ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihre Zahlungsvorgänge zum Teil in ausländischer Währung abwickeln, eine große Herausforderung, zumal in Krisenzeiten. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere aktuellen Prognosen zu den wichtigsten Wechselkurspaaren für die jeweils nächsten 3 Monate bereit, alle im Verhältnis zum Euro.


Unsere aktuelle Nachfrage: GBP

(Zu unseren Konditionen nehmen Sie Kontakt mit uns auf und prüfen Sie unser Leistungsverzeichnis)


EUR/AUD

Revision vom 10. November: Es ist noch nicht möglich, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen. Aber so viel wollen wir schon mal vorwegnehmen: Sollten die Resultate der klinischen Tests des aktuellen Impfstoffkandidaten bestätigt werden, wäre dies unzweideutig positiv für Währungen, die besonders empfindlich auf makroökonomische Störungen in der Weltwirtschaft reagieren.

Dennoch bleibt dieses Wechselkurspaar eines derjenigen, für die wir in der nahen Zukunft den Vorteil auf Seiten des Euros verorten: Sogar falls der aktuelle Impfstoffkandidat noch vor Jahresende zur Anwendung kommen sollte, werden die teils starken Einschränkungen der ökonomischen Aktivität weltweit noch für einige Monate bestehen bleiben. Allerdings erwarten wir, dass der Aussie ggü. dem US-Dollar und dem japanischen Yen relativ schwächer abwerten dürfte, schlicht weil wir für diese Währungen eine relativ schwächere Performance im Vergleich zum Euro erwarten.

EUR/CAD

Revision vom 10. November: Es ist noch nicht möglich, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen. Aber so viel wollen wir schon mal vorwegnehmen: Sollten die Resultate der klinischen Tests des aktuellen Impfstoffkandidaten bestätigt werden, wäre dies unzweideutig positiv für Währungen, die besonders empfindlich auf makroökonomische Störungen in der Weltwirtschaft reagieren.

Der „Loonie“ mit seiner ausgeprägten Abhängigkeit von der Entwicklung der Ölpreise ist hier ein Musterbeispiel: Daher hat die aktuelle Rally der Energiepreise auch die kanadische Währung aufwerten lassen. Sofern es nicht zu einer vollständigen Widerlegung der klinischen Tests des aktuellen Impfstoffkandidaten kommt, erwarten wir für CAD daher eine milde Aufwertung in den kommenden Monaten.

EUR/CHF

Revision vom 10. November: Es ist noch nicht möglich, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen. Aber so viel wollen wir schon mal vorwegnehmen: Sollten die Resultate der klinischen Tests des aktuellen Impfstoffkandidaten bestätigt werden, wäre dies unzweideutig negativ für „Sichere Häfen-“ Währungen, und darunter besonders den Schweizer Franken sowie den japanischen Yen.

Darüber hinaus werden die wahrscheinliche Ratifizierung des EU-Budgets und die damit einhergehenden neuen Gemeinschaftsanleihen den Euro ungeachtet der individuellen Solvenz der Mitgliedsstaaten stützen, und damit die Gemeinschaftswährung selbst zu einem sicheren Hafen werden lassen, was sein Abwertungspotential ggü. dem Franken stark limitiert.

EUR/CNY

Der chinesische Yuan sieht nicht gut aus – gar nicht gut. Nicht nur, dass Chinas Kapitalbilanz zunehmend unter Druck gerät, und die Coronakrise dabei als Brandbeschleuniger eines ohnehin vorhandenen Trends wirkt: Die chinesische Volkswirtschaft sieht zudem besonders verwundbar bzgl. einer Unternehmensschuldenkrise aus, sowie die Märkte einmal beginnen werden, sich an den immer weiter zunehmenden Refinanzierungsnöten zu verschlucken.

Portfolio-Umstrukturierungen unterstreichen diese Analyse: Ausländische Investoren haben ihre Investitionen in chinesische Aktien und Unternehmensanleihen abgeschwächt und stattdessen auf Staatsanleihen refokussiert. Vor diesem Hintergrund dürfte der Euro sich im Vergleich besonders positiv entwickeln.

EUR/GBP

Revision vom 21. Oktober: Da der Euro mit Blick auf die politische Blockade des EU-Haushalts und damit auch des Corona-Rettungsfonds aktuell überbewertet erscheint, bleiben wir in diesem Wechselkurspaar bei unserem Votum zu Gunsten des Pfunds. Doch der Horizont hat sich erheblich verdunkelt.

Nicht nur, dass tatsächlich eine zweite Coronawelle über das Vereinigte Königreich hereingebrochen ist; der Brexit erweist sich nun auch als äußerst realer Mühlstein um den Hals der britischen Volkswirtschaft. Ja, wir erwarten stark jedenfalls ein Rumpfabkommen zwischen der EU und Großbritannien im Verlauf des November, höchstwahrscheinlich kombiniert mit einer weiteren ‚technischen Verlängerung‘ nun der Übergangsphase, wie sie die Ratifizierung des Abkommens nötig machen könnte. Doch effektiv wird das Vereinigte Königreich dann jedenfalls fürs Erste die EU unter geschönten WTO-Bedingungen verlassen. Nach einer technischen Erholungsrally am Tag des Bekanntwerdens eines geglückten Abkommens erwarten wir daher, dass das Pfund ggü. dem Euro stagnieren dürfte; ggü. dem US-Dollar dürfte die Stagnation dagegen geringer ausfallen.

EUR/JPY

Revision vom 10. November: Es ist noch nicht möglich, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen. Aber so viel wollen wir schon mal vorwegnehmen: Sollten die Resultate der klinischen Tests des aktuellen Impfstoffkandidaten bestätigt werden, wäre dies unzweideutig negativ für „Sichere Häfen-“ Währungen, und darunter besonders den Schweizer Franken sowie den japanischen Yen.

Doch bleiben kurzfristig Restrisiken mit Blick auf die umstrittene US-Präsidentschaftswahl, die noch bis Januar effektiv offen bleiben wird, ebenso wie mit Blick auf das nicht zu vernachlässigende Szenario, dass sich der aktuelle Impfstoffkandidat am Ende als nicht wirksam herausstellen könnte. Solange diese bestehen bleiben, dürfte der Euro daher ggü. dem Yen gedämpft bleiben.

EUR/SEK

Revision vom 10. November: Es ist noch nicht möglich, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen. Aber so viel wollen wir schon mal vorwegnehmen: Sollten die Resultate der klinischen Tests des aktuellen Impfstoffkandidaten bestätigt werden, wäre dies unzweideutig positiv für Währungen, die besonders empfindlich auf makroökonomische Störungen in der Weltwirtschaft reagieren.

Mit der wahrscheinlichen Ratifizierung des EU-Budgets und damit auch des Coronavirus Recovery Fund allerdings dürfte das Aufwertungspotential der Schwedischen Krone dem Euro gegenüber relativ limitierter sein als etwa ggü. dem Schweizer Franken oder dem japanischen Yen.

EUR/SGD

Der Singapur-Dollar ist relativ stabiler als seine australischen, neuseeländischen oder kanadischen Cousins – was natürlich wenig verwundert, wenn man berücksichtigt, dass die Monetary Authority of Singapore ihre Geldpolitik durch die Lenkung des Außenwerts des Sing-Dollars implementiert. Nun da sie die Handelsspanne noch im März gesenkt hat, in der der Sing-Dollar gegenüber einem Korb anderer Währungen schwanken darf, könnte man erwarten, dass Singapurs Währung noch zusätzlich abwertet; doch eben das erwarten wir aus den hier genannten Gründen nicht.

Die Nachricht von einem vielversprechenden Coronavirus-Impfstoffkandidaten wirkt sich zudem besonders positiv auf die Währungen kleiner, offener Volkswirtschaften wie Singapur aus.

EUR/USD

Revision vom 4. November: Die Auswirkungen der nun beinahe sicheren Hängepartie im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen werden nun stark davon abhängen, wie lange die Ungewissheit andauert, und ob daraus womöglich eine regelrechte Verfassungskrise folgt. Vorläufig wirkt die zusätzliche Unsicherheit Dollar-positiv, aber das kann sich rasch ändern.

Die zurückliegende Rally des Euros selbst allerdings hat sich vor dem Hintergrund eines gleichsam entgrenzten Risikoappetits an den Finanzmärkten entwickelt. In dem Moment da die Investoren die ernüchternde Realität einer zweiten Coronawelle zu realisieren begonnen haben, hat der Euro erneut ggü. sicheren Häfen schwächer tendiert, ggf. mit einer etwas schwächer ausgeprägten Abwertungstendenz ggü. dem Dollar relativ zum Yen.

EUR/TRY

Bestätigung vom 23. November: Die weitere, kräftige Zinserhöhung durch die türkische Zentralbank nach dem plötzlichen Wechsel an ihrer Spitze hat es nicht vermocht, einen wirksamen Boden unter die Lira zu ziehen. Zwar dürfte die türkische Währung damit nun ein wenig mehr Stabilität zeigen als bislang, sicherlich aber nicht die Umkehr des seit Monaten anhaltenden Abwärtstrends.

Daher ist dieses Wechselkurspaar eins der wenigen, für die wir eine Aufwertung des Euros antizipieren; wenn auch etwas weniger ausgeprägt, nachdem die Zentralbank nun ein weiteres Mal interveniert hat. Die Türkei rangiert unter den Emerging Markets, die am heftigsten von der Coronakrise getroffen werden. Ihre starke Abhängigkeit von Auslandsschulden und Rohölimporten, die beide in US-Dollar denominiert sind, machen das Land besonders anfällig in Zeiten finanziellen Stresses, dessen Gefahr trotz der ermutigenden Entwicklungen rund um mögliche Corona-Impfstoffe einstweilen noch nicht gebannt ist.