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Devisenbrett

Unsere aktuellen Einschätzungen

Die Bewertung von Devisenbeständen und das zugehörige Liquiditätsrisiko ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihre Zahlungsvorgänge zum Teil in ausländischer Währung abwickeln, eine große Herausforderung, zumal in Krisenzeiten. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere aktuellen Prognosen zu den wichtigsten Wechselkurspaaren für die jeweils nächsten 3 Monate bereit, alle im Verhältnis zum Euro.


EUR/AUD

Bestätigung vom 8. Juli: Die aktuelle Verunsicherung rund um die weitere Entwicklung des Wachstums in der Weltwirtschaft wie auch der Corona-Pandemie lastet schwer auf Ressourcenwährungen wie dem Aussie.

Darüber hinaus hat EUR/AUD wichtige Unterstützungen im Bereich um 1,5700/30 etabliert, so dass jedenfalls auf kürzere Sicht der Euro die Oberhand gegenüber dem australischen Dollar haben sollte. Und es kommt noch ein weiteres, strukturelles Risiko hinzu, das bislang kaum eingepreist worden ist: der zunehmend scharfe Streit mit China. Ohne dessen Beilegung können wir nicht erkennen, wie die australische Währung in naher Zukunft weiter aufwerten sollte.

EUR/CAD

Bestätigung vom 8. Juli: Nach einem zwischenzeitlichen Umschwung inmitten einer völlig überverkauften Marktlage hat der Euro weitere Schwäche ggü. dem Kanada-Dollar an den Tag gelegt.

Rohstoffwährungen im Allgemeinen und der „Loonie“ mit einer Abhängigkeit von der Gesundheit der US-Volkswirtschaft im Besonderen werden stark vom sog. reflation trade profitieren, auf der Grundlage der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung aus der Coronakrise. Auch wenn dieses Bild aktuell einen gewissen Dämpfer erfährt, können wir noch keine vollständige Umkehr des Trends erkennen.

EUR/GBP

Bestätigung vom 12. Oktober: Angesichts von Lieferketten-Engpässen, die die Weltwirtschaft aktuell im Würgegriff halten, hat sich das britische Pfund bemerkenswert stabil gezeigt – und das trotz des Umstandes, dass das Vereinigte Königreich von diesen Engpässen besonders stark betroffen ist.

Nicht zuletzt dafür verantwortlich sind Erwartungen steigender Zinsen mit Blick auf eine Bank von England, die zunehmend entschlossen scheint zusätzlichem Inflationsdruck noch in diesem Jahr entgegenzuwirken. Dennoch halten wir an unserer Projektion fest, dass die monatelange Phase der Pfund-Aufwertung ggü. dem Euro zu einem vorläufigen Ende gelangt ist, wobei der Spielraum nach unten auf Grund der genannten Zinserwartungen allerdings ebenso begrenzt ist. Daher rechnen wir damit, dass der Euro ggü. dem Pfund bis auf Weiteres in einem Seitwärtskanal gefangen bleibt, dessen Grenzen bei etwa 0,847 bzw. 0,858 Pfund je Euro verlaufen.

EUR/JPY

Revision vom 7. April: Europas lahmende Impfkampagne hat sich zu einem Mühlstein um den Hals des Kontinents entwickelt, sowohl medizinisch als auch ökonomisch. Daher steht der Euro anstelle von weiteren Gewinnen ggü. traditionellen sicheren Häfen wie dem japanischen Yen vor einem akuten Schwächeanfall, wenn auch weniger ggü. dem Schweizer Franken als ggü. dem Yen oder dem US-Dollar (s.u.).

Dieser Schwung ins Negative steht umso heftiger bevor, als dass die Gemeinschaftswährung stets seit dem Jahreswechsel teils kräftig aufgewertet hat, ganz so wie von uns im vergangenen Dezember antizipiert. Diese Gewinne sind nun das Verlustpotential des Euro, sollte keine klare Verbesserung in den Immunisierungsanstrengungen bis zum Sommer zu verzeichnen sein.

EUR/SEK

Bestätigung vom 1. Dezember: Obwohl es noch immer zu früh ist, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen, wollen wir so viel schon mal vorwegnehmen: Sollten sich die aktuellen Impfstoffkandidaten in der Praxis als wirksam erweisen, wäre dies unzweideutig positiv für Währungen, die besonders empfindlich auf Störungen in der Weltwirtschaft reagieren, wie z.B. die Schwedische Krone.

Doch vorausgesetzt es kommt zu einer baldigen Einigung bzgl. des EU-Budgets und damit auch des Coronavirus Rettungsfonds, dann dürfte das Aufwertungspotential der Schwedischen Krone dem Euro gegenüber relativ limitierter sein als etwa ggü. dem Schweizer Franken oder dem japanischen Yen.

EUR/SGD

Bestätigung vom 1. Dezember: Der Singapur-Dollar zählt zu unseren bisher besten Prognosen dieses Jahr. Er hat eine bemerkenswerte Robustheit im Allgemeinen und ggü. dem ansonsten aufwertenden Euro im Speziellen an den Tag gelegt, und das trotz der Senkung des Handelsbands durch die Zentralbank bereits im März, in dem der Sing-Dollar gegenüber einem Korb anderer Währungen schwanken darf (das hatten wir bereits damals aus den hier genannten und noch immer relevanten Gründen erwartet).

Die Nachricht von mehreren vielversprechenden Coronavirus-Impfstoffkandidaten wirkt sich zudem besonders positiv auf die Währungen kleiner, offener Volkswirtschaften wie Singapur aus.

EUR/USD

Bestätigung vom 1. Juli: Die Fed ist in Bewegung (auch wenn sie selbst das so offiziell noch nicht anerkennen würde) – und mit ihr der Dollar. Nachdem sie von der Heftigkeit und Breite steigender Preise in der US-Volkswirtschaft überrascht worden ist (ganz so wie von uns antizipiert), hat nicht so sehr Jay Powell selbst sondern eine zunehmende Anzahl seiner Kolleginnen und Kollegen in den regionalen Zentralen der Federal Reserve begonnen, eine frühere Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed als auch Zinserhöhungen deutlich vor 2024 in Aussicht zu stellen.

Der Greenback selbst wird von dieser Entwicklung auf zweierlei Weise profitieren: Zum einen schlicht wegen des damit verbundenen Endes nahezu unlimitierter Zentralbankliquidität. Zum anderen wegen des Wegfalls des sogenannten „Fed-Puts“, also der Möglichkeit für Investoren ihre Anleihen beinahe unabhängig vom Preis der Zentralbank andienen zu können. Dies wird die Märkte aus ihrem jahrelangen, liquiditätsinduzierten Tiefschlaf rütteln und damit die Nachfrage für sichere Häfen wie den Dollar ansteigen lassen. Vor einigen Wochen haben wir den Dollar-Tiefstand für den Rest des Jahres ausgerufen – und wie die Dinge stehen, scheint unser Timing exakt gewesen zu sein.

EUR/TRY

Revision vom 23. März: Nach dem Rauswurf eines weiteren Zentralbankgouverneurs nur wenige Monate nach dessen Amtsantritt liegt die Glaubwürdigkeit der türkischen Geldpolitik in Trümmern. Es ist nicht erkennbar, wie das verloren gegangene Vertrauen wiedergewonnen werden soll, solange die Unabhängigkeit der Zentralbank derart krass in Frage gestellt wird.

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