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Devisenbrett

Unsere aktuellen Einschätzungen

Die Bewertung von Devisenbeständen und das zugehörige Liquiditätsrisiko ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihre Zahlungsvorgänge zum Teil in ausländischer Währung abwickeln, eine große Herausforderung, zumal in Krisenzeiten. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere aktuellen Prognosen zu den wichtigsten Wechselkurspaaren für die jeweils nächsten 3 Monate bereit, alle im Verhältnis zum Euro.


EUR/AUD

Bestätigung vom 25. Januar: Obwohl der Aussie jüngst eine steile Rally auf dem Rücken geradezu explodierender Rohstoffpreise hingelegt hat, sollte er nun fürs Erste sein Aufwärtspotential erschöpft haben. Sogar falls die globale Impfkampagne bald die aktuellen Hindernisse überwunden haben sollte, werden die Beschränkungen der Weltwirtschaft doch noch für einige Monate bestehen bleiben.

Darüber hinaus hat EUR/AUD wichtige Unterstützungen im Bereich um 1,5700/30 etabliert, so dass jedenfalls auf kürzere Sicht der Euro die Oberhand gegenüber dem australischen Dollar haben sollte. Und es kommt noch ein weiteres, strukturelles Risiko hinzu, das bislang nicht eingepreist worden ist: der zunehmend scharfe Streit mit China. Ohne dessen Beilegung können wir nicht erkennen, wie die australische Währung in naher Zukunft weiter aufwerten sollte.

EUR/CAD

Bestätigung vom 7. April: Nach einem vorübergehend Umschwung inmitten einer völlig überverkauften Marktlage steht dem Euro weitere Schwäche ggü. dem Kanada-Dollar bevor.

Rohstoffwährungen im Allgemeinen und der „Loonie“ mit einer Abhängigkeit von der Gesundheit der US-Volkswirtschaft im Besonderen werden stark vom sog. reflation trade profitieren, auf der Grundlage der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung aus der Coronakrise.

EUR/CHF

Bestätigung vom 1. Dezember: Obwohl es noch immer zu früh ist, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen, wollen wir so viel schon mal vorwegnehmen: Sollten sich die aktuellen Impfstoffkandidaten in der Praxis als wirksam erweisen, wäre dies unzweideutig negativ für „Sichere Hafen-“ Währungen, und darunter besonders den Schweizer Franken sowie den japanischen Yen.

Ein erhebliches Risiko für die europäische Gemeinschaftswährung allerdings ist die festgefahrene Situation rund um das Budget der EU und damit auch den Coronavirus Rettungsfonds: Sollte sich die Verweigerungshaltung Polens und Ungarns bis ins neue Jahr fortsetzen, wird der Euro einstweilen zur Schwäche tendieren. Umgekehrt machte eine baldige Verabschiedung des Budgets den Euro selbst zu einem sicheren Hafen und limitierte so sein Abwertungspotential ggü. dem Franken.

EUR/CNY

Bestätigung vom 23. März: Der Yuan mag im zurückliegenden Quartal kräftig aufgewertet haben; doch das strukturelle Set-up fällt auch weiterhin zu Ungunsten der chinesischen Währung aus.

Nicht nur, dass Chinas Kapitalbilanz zunehmend unter Druck gerät – Die chinesische Volkswirtschaft ist zudem besonders verwundbar bzgl. einer Unternehmensschuldenkrise, sowie die Märkte einmal beginnen werden sich an den immerfort wachsenden Refinanzierungsnöten zu verschlucken (s. die jüngst aufschreckenden Zahlungsausfälle diverser Staatsunternehmen). Die jüngsten Restriktionen der Zentralbank bzgl. der Schaffung privaten Kredits durch den Bankensektor drohen nun just den Auslöser einer solchen Schuldenkrise zu liefern.

Portfolio-Umstrukturierungen und Geopolitik unterstreichen diese Analyse: Ausländische Investoren haben ihre Investitionen in chinesische Aktien und Unternehmensanleihen abgeschwächt und stattdessen auf Staatsanleihen refokussiert, und der jüngst ausgebrochene Sanktionenstreit tut sein Übriges zu einer kritischen Gesamtlage. Vor diesem Hintergrund sollte der Euro vorerst die Oberhand gewinnen.

EUR/GBP

Bestätigung vom 4. Februar: Mit dem erzielten Brexit-Abkommen hat Sterling hat nicht nur eine neue Unterstützung etabliert, sondern auf der Grundlage der energischen Impfkampagne des Vereinigten Königreichs sich sogar deutlich gefestigt – bestärkt diese doch die Perspektive, früher und stärker als Kontinentaleuropa aus den ewigen Lockdowns heraus zu kommen. Zugleich ringt die Eurozone mit einem verpfuschten Start in ihre eigenen Impfanstrengungen sowie neuerlicher politischer Instabilität in Italien; somit dürfte das Pfund auch weiterhin ggü. dem Euro aufwerten, nicht zuletzt, da die Bank von England Negativzinsen nun endgültig eine Absage erteilt hat.

Im Ergebnis allerdings hat das Vereinigte Königreich die EU unter geschönten WTO-Bedingungen verlassen, jedenfalls für die nächsten Jahre. Und auch die Ratifizierung auf Seiten der EU muss erst noch erreicht werden, die aktuell durch einen Streit über Impfstoffexporte und die Auswirkungen des Nordirlandprotokolls aus dem Brexit-Deal beeinträchtigt wird. Das Alles sollte einen Boden unter EUR/GBP ziehen, höchstwahrscheinlich um die Kursmarke von 0,832.

EUR/JPY

Revision vom 7. April: Europas lahmende Impfkampagne hat sich zu einem Mühlstein um den Hals des Kontinents entwickelt, sowohl medizinisch als auch ökonomisch. Daher steht der Euro anstelle von weiteren Gewinnen ggü. traditionellen sicheren Häfen wie dem japanischen Yen vor einem akuten Schwächeanfall, wenn auch weniger ggü. dem Schweizer Franken als ggü. dem Yen oder dem US-Dollar (s.u.).

Dieser Schwung ins Negative steht umso heftiger bevor, als dass die Gemeinschaftswährung stets seit dem Jahreswechsel teils kräftig aufgewertet hat, ganz so wie von uns im vergangenen Dezember antizipiert. Diese Gewinne sind nun das Verlustpotential des Euro, sollte keine klare Verbesserung in den Immunisierungsanstrengungen bis zum Sommer zu verzeichnen sein.

EUR/SEK

Bestätigung vom 1. Dezember: Obwohl es noch immer zu früh ist, die Auswirkungen der möglichen Entdeckung eines wirksamen Corona-Impfstoffs auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen, wollen wir so viel schon mal vorwegnehmen: Sollten sich die aktuellen Impfstoffkandidaten in der Praxis als wirksam erweisen, wäre dies unzweideutig positiv für Währungen, die besonders empfindlich auf Störungen in der Weltwirtschaft reagieren, wie z.B. die Schwedische Krone.

Doch vorausgesetzt es kommt zu einer baldigen Einigung bzgl. des EU-Budgets und damit auch des Coronavirus Rettungsfonds, dann dürfte das Aufwertungspotential der Schwedischen Krone dem Euro gegenüber relativ limitierter sein als etwa ggü. dem Schweizer Franken oder dem japanischen Yen.

EUR/SGD

Bestätigung vom 1. Dezember: Der Singapur-Dollar zählt zu unseren bisher besten Prognosen dieses Jahr. Er hat eine bemerkenswerte Robustheit im Allgemeinen und ggü. dem ansonsten aufwertenden Euro im Speziellen an den Tag gelegt, und das trotz der Senkung des Handelsbands durch die Zentralbank bereits im März, in dem der Sing-Dollar gegenüber einem Korb anderer Währungen schwanken darf (das hatten wir bereits damals aus den hier genannten und noch immer relevanten Gründen erwartet).

Die Nachricht von mehreren vielversprechenden Coronavirus-Impfstoffkandidaten wirkt sich zudem besonders positiv auf die Währungen kleiner, offener Volkswirtschaften wie Singapur aus.

EUR/USD

Bestätigung vom 1. März: Obwohl es immer noch zu früh ist, die Auswirkungen der globalen Impfkampagne gegen das Coronavirus auf Devisen-Wechselkurse belastbar abzuschätzen, trägt diese Entwicklung eher zu einer schwachen US-Währung bei: Sollte sich diese Kampagne noch vor Ende der ersten Jahreshälfte als effektiv erweisen, wäre dies unzweideutig negativ für „Sichere Hafen-“ Währungen, wenn auch für den Dollar relativ schwächer ausgeprägt als etwa den Schweizer Franken oder den japanischen Yen. Darüber hinaus ist der Euro mit einem erfolgreichen Brexit-Deal sowie der vorläufigen Beilegung einer weiteren politischen Krise in Italien selbst zu einem sicheren Hafen geworden und sein Abwertungspotential ggü. dem Dollar damit limitiert.

Es gibt allerdings eine weitere Entwicklung, die das Potential hat den Greenback deutlich aufwerten zu lassen: steigende Renditen für langlaufende US-Staatsanleihen. Niedrigstrenditen auf den weltweiten Anleihemärkten waren ein Segen vor allem für die Währungen von Schwellen- und Entwicklungsländern; sollte sich das im Gefolge einer heißlaufenden US-Wirtschaft ändern, wäre der Dollar auf den Devisenmärkten wieder gefragt.

EUR/TRY

Revision vom 23. März: Nach dem Rauswurf eines weiteren Zentralbankgouverneurs nur wenige Monate nach dessen Amtsantritt liegt die Glaubwürdigkeit der türkischen Geldpolitik in Trümmern. Es ist nicht erkennbar, wie das verloren gegangene Vertrauen wiedergewonnen werden soll, solange die Unabhängigkeit der Zentralbank derart krass in Frage gestellt wird.

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