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Die globale Wirtschaft im Jahr 2016 – unsere große Jahresprognose

30. Dezember 2015, 15:22 Uhr

Es ist das klassische Ritual all Jener, die sich mit der Analyse von Ökonomien und Märkten beschäftigen: Der Ausblick auf das neue Jahr aus der Sicht von UnternehmerInnen und Investoren. Da wollen wir natürlich nicht zurückstehen und Ihnen gleichfalls unsere – allerdings vollkommen unabhängige und individuelle – Einschätzung des Wirtschaftsjahres 2016 offerieren, so dass Sie aus den verschiedenen Argumenten unserer Kolleginnen und Kollegen sowie den unseren Ihr eigenes Bild zusammensetzen können.

Unsere Analyse unterscheidet sich dabei bereits in einem grundlegenden Punkt: Wir sehen keinen Wert für UnternehmerInnen oder Investoren darin, numerische Punktschätzungen für das Wirtschaftswachstum einzelner Ökonomien zu präsentieren, am besten auch noch auf die Nachkommastelle genau. Denn weder führt dies zu echtem Erkenntnisgewinn, noch glauben wir daran, dass Sie Ihre wirtschaftliche Tätigkeit tatsächlich signifikant anders ausrichten, wenn z.B. die USA voraussichtlich 2,6% statt 2,2% wachsen werden. Interessant ist für Sie, ob eine Volkswirtschaft sich im neuen Jahr voraussichtlich signifikant positiv oder negativ entwickeln wird, und in welcher Größenordnung sich dies abspielen wird.

 

G7/ausgewählte entwickelte Volkswirtschaften inkl. China

Jawohl, inklusive China; denn wir halten es für mittlerweile völlig anachronistisch, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen China noch immer in der Kategorie Schwellenland führen – dafür ist das Reich der Mitte, wie just dieses Jahr mit seinen geldpolitischen Turbulenzen im Spätsommer bewiesen hat, mittlerweile viel zu sehr etablierte Wirtschaftsmacht und gehört folglich in den hier beschriebenen Bereich. Unsere Einschätzungen lauten im Einzelnen wie folgt:

Bundesrepublik Deutschland: Wir sind für Deutschland pessimistischer als viele Andere gestimmt. Die weiterhin als äußerst schwach anzunehmende Auslandsnachfrage infolge der Verlangsamung der chinesischen Importtätigkeit wie auch aus vielen Schwellenländern wird gerade der Exportweltmeister erst im neuen Jahr so richtig zu spüren bekommen; doch wird die dann zum Ausgleich erforderliche Konsumparty nach unserer Einschätzung nicht stattfinden, dafür stehen rund um den Euro (finnische Abstimmung) und Europa (Referendum zum britischen EU-Austritt), aber auch geopolitisch (Krise im Nahen Osten, Flüchtlingskrise etc.) zu viele verunsichernde Faktoren an. Ausgerechnet eine der deutschen „Paradedisziplinen“ im Verarbeitenden Gewerbe, der Maschinenbau, leidet aktuell besonders, nicht zuletzt unter den Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland; einzig der Nachfrageimpuls durch die aufgenommenen Flüchtlinge wird einen spürbaren Puffer bieten. Auf dieser Grundlage rechnen wir mit einem unspektakulären Wachstum von bestenfalls 1-1,5% des realen BIP.

Vereinigtes Königreich: Großbritanniens ökonomisch übermäßig rosige Zeiten sind nach unserer Einschätzung v.a. wegen der bereits erwähnten, deutlich schwächeren Auslandsnachfrage, aber auch der absehbar nachlassenden Lohndynamik einstweilen vorüber (s. die rückläufige Entwicklung unseres Konjunkturindikators UKES in den letzten Monaten); trotzdem rechnen wir damit, dass die britische Volkswirtschaft auch im neuen Jahr zu den fünf am stärksten wachenden entwickelten Ökonomien zählen wird, dafür ist der Aufschwung ausreichend intakt. Allerdings – und alleine wegen dieses mindestens das halbe Jahr belastenden psychologischen Drucks – wird das neue Jahr für das Vereinigte Königreich gerade in wirtschaftlicher Hinsicht maßgeblich durch das anstehende Referendum zum Verbleib in der EU gekennzeichnet sein. Und als wäre das noch nicht genug, wurde die Ökonomie auf den britischen Inseln im Dezember auch noch von schweren Naturkatastrophen beeinträchtigt, die ihre Bremsspuren erst im neuen Jahr hinterlassen werden. Ein reales Wachstum von immer noch 1,8-2,3% des BIP halten wir daher für realistisch – unter der Voraussetzung, dass die Briten gegen den Brexit stimmen, was wir mit immer noch gut über 60% für wahrscheinlich halten.

Frankreich: Frankreichs Aussichten kann man als einen klaren kausalen Zusammenhang darstellen: Solange die französische Regierung nicht gewillt ist, tiefgreifende Reformen insbesondere am Arbeitsmarkt vorzunehmen, solange wird die französische Wirtschaft – zusätzlich wiederum verunsichert durch die Flüchtlingskrise, die in Frankreich noch zu ganz anderen, innenpolitischen Spannungen geführt hat, und obendrein durch die Terroranschläge vom Oktober – das Schlusslicht in der Eurozone bleiben. Wir machen es kurz: Vor dem Hintergrund der auch für die französische Volkswirtschaft zusätzlich wenig erbaulichen Auslandsnachfrage gehen wir von einer Wachstumsrate von nicht mehr als 1,2% des realen BIP aus.

Italien: Die italienische Volkswirtschaft halten wir für den Überraschungskandidaten des neuen Jahres. Ministerpräsident Renzi räumt in der versprochenen, energiegeladenen Manier „den Laden auf“, hat bereits erste Reformen angestoßen und trifft damit auf eine ohnehin positive Grundstimmung zumal im Verarbeitenden Gewerbe. Da etwaige Außenhandelseffekte für Italien unserer Ansicht nach nicht zu negativ ausfallen sollten, würde uns ein kraftvolles Wachstum des realen BIP zwischen 1,9-2,5% nicht überraschen. Eine Fußangel aber bleibt: Das letzte Quartal des laufenden Jahres hat gezeigt, dass das italienische Bankensystem – und hier vor allem die kleineren Regionalbanken – auf teilweise tönernen Füßen steht. Sollte sich das im neuen Jahr zu einer handfesten Bankenkrise auswachsen, wäre unsere Wachstumsschätzung natürlich obsolet; die Wahrscheinlichkeit dafür setzen wir aber bei unter 30% an.

Niederlande: Die niederländische Volkswirtschaft ist – vergleichbar der deutschen – überdurchschnittlich stark außenhandelsorientiert. Und genau das macht sie im neuen Jahr verwundbar. Der Welthandel stagniert allgemein bereits seit einigen Quartalen, real wie nominal, und ganz besonders – wir kommen immer wieder darauf zurück – die deutlich nachlassende Nachfrage aus den meisten Schwellenländern macht sich hier bemerkbar. Zu allem Überfluss kommen schließlich noch die Sanktionen gegen Russland hinzu (s. unsere Einschätzung für die Bundesrepublik). Einzig die ungewöhnliche Kauflaune der deutschen Verbraucher könnte den großen niederländischen Konsumgüterherstellern und Agrarexporteuren unter die Arme greifen, wie auch die der spanischen Verbraucher. Daher gehen wir von einem realen Wachstum zwischen 1,3-1,8% des BIP aus.

Spanien: Die spanische Volkswirtschaft war im abgelaufenen Jahr die kraftvollste Wachstumslokomotive der Eurozone – ein klassischer Aufholeffekt, nachdem die iberische Volkswirtschaft wegen einer besonders schweren Krise der Bauwirtschaft erst relativ spät den Aufstieg der Krise aus 2008/2009 geschafft hat. Wenngleich aktuell dunkle, politische Wolken über einem nach den jüngsten Wahlen verunsicherten Spanien hängen, die auch auf die Verbraucherlaune drücken, und abenteuerliche, sezessionistische Kapriolen der katalonischen Provinzregierung, die die dortige Ökonomie mittlerweile stark in Mitleidenschaft ziehen – Katalonien ist das ökonomische Kraftwerk der spanischen Volkswirtschaft – gehen wir doch auch für das neue Jahr von einem anhaltenden Aufschwung, allerdings mit reduziertem Tempo aus. Unspektakuläre, aber solide Wachstumsraten zwischen 1,7-2,3% des BIP schätzen wir als realistisch ein.

Japan: Wir bleiben qualifiziert bullish in Bezug auf Nippon und beziehen damit bewusst eine besonders kontrastierende Position zu den meisten unserer KollegInnen. Nach unserer Analyse haben die Abenomics spätestens mit der bemerkenswerten Revision der vermeintlich negativen BIP-Wachstumsrate in positives Territorium im 3. Quartal sowie einem nicht mehr ganz so anämischen Konsum deutlich erste positive Wirkungen unter Beweis gestellt. Jedoch steht dem ohne Zweifel die Belastung durch eine sich arg abschwächende chinesische Importnachfrage gegenüber (Sie bemerken, dass wir schon zum zweiten Mal den Fokus auf die Importe und nicht das BIP-Wachstum an sich lenken; einfach deshalb, weil eine erfolgreiche Umorientierung der chinesischen Volkswirtschaft auf den Konsum, wie von vielen konstatiert, nichts daran ändert, dass sich die Zeiten für die Exporteure von Investitionsgütern nach China eindeutig verschlechtern werden), so dass wir für Japan bestenfalls ein reales Wachstum von 0,7-1,2% des BIP erwarten – unter der Voraussetzung, dass die chinesische Volkswirtschaft nicht unversehens unter der Last ihrer übermäßigen Kredite (summasummarum über 200% des BIP!) zusammenbricht, ein Ereignis, zu dem mangels Datenqualität niemand eine seriöse Wahrscheinlichkeitsschätzung machen kann.

Kanada: Die kanadische Volkswirtschaft ist durch den Ölpreisverfall natürlich stark gebeutelt worden – auf dem aktuellen Stand lohnt sich beinahe die gesamte Ölsandindustrie in der Provinz Alberta nicht mehr, und die Auswirkungen dieser Krise machen sich erst langsam in der gesamten Ökonomie bemerkbar. Dem stehen immerhin eine gewisse Renaissance des Verarbeitenden Gewerbes wie auch konsumfreudige Verbraucher gegenüber. Für Kanada erwarten wir daher ein unspektakuläres reales Wachstum auf Höhe der Bundesrepublik, also von höchstens 1-1,5% des BIP – auch deshalb, weil der große Nachbar spürbar an Dynamik verliert.

USA: Die USA sind – vielleicht für Manchen überraschend – ein besonders kniffliger Fall für unsere Neujahrsprognose. Denn einerseits erweist sich die amerikanische Konsummaschine als nach wie vor äußerst gut geölt, und ist damit die Grundvoraussetzung einer positiven US-Konjunktur gesichert. Andererseits ist der gesamte Fracking-Sektor – ähnlich wie die Ölsandbranche in Kanada – absehbar akut existenzgefährdet, wenn der Ölpreis (wovon wir ausgehen) mindestens für die kommenden 12-15 Monate den Bereich von 50-55 USD/Barrel nicht dauerhaft überschreitet. Und das Verarbeitende Gewerbe hat in den letzten Monaten des auslaufenden Jahres einen deutlichen Schwächeanfall erlitten, von dem es sich nach unserer Einschätzung so schnell nicht erholen wird (s. dazu auch unsere einschlägigen Prognosen und Einschätzungen in unserem „Konjunkturticker“). Zusammengenommen mit einer zusehends schwächeren Auslandsnachfrage, die die hochdefizitäre amerikanische Handelsbilanz noch zusätzlich belasten wird, rechnen wir daher nur noch mit einem mittelprächtigen Wachstum zwischen 1,5-1,9% des realen BIP für 2016.

Australien: Die australische Ökonomie hat sich trotz des kollapsartigen Rohstoffpreisverfalls dieses Jahres weit besser behauptet, als von den meisten Beobachtern – uns mit eingeschlossen – erwartet. Grund dafür ist eine nach wie vor intakte Konsumlaune der australischen Verbraucher und ein Verarbeitendes Gewerbe, das noch kraftvoller als in Kanada in die Bresche der gebeutelten Rohstoffindustrie gesprungen ist. Da allerdings im Besonderen auch Australien an der chinesischen Konjunktur und Importnachfrage hängt, erwarten wir für die Ökonomie in Down Under keine großen Sprünge; die Abwendung einer Rezession ist unter diesen Vorzeichen eher schon ein kleines Wunder für sich. Unsere Schätzung für das Wachstum des realen BIP bewegt sich daher zwischen 0,9-1,5%, je nach Ausprägung des chinesischen Schwächeanfalls.

Neuseeland: Die Kiwis haben schon bessere ökonomische Zeiten gesehen – für die Verhältnisse der meisten europäischen Länder allerdings sind sie nach wie vor kleine Wachstumsraketen. Dennoch: Gerade die agrarexportlastige neuseeländische Volkswirtschaft hängt ebenso wie Australien stark am chinesischen Tropf, unmittelbar wie mittelbar; denn neben China ist der große Nachbar der wichtigste Handelspartner für Neuseeland. Da wir für beide eine weitere Wachstumsabschwächung prognostizieren und nicht erkennen können, dass die neuseeländische Ökonomie trotz eines jüngst wieder kraftvolleren Agrarsektors aus sich heraus zu großen Sprüngen ansetzt, schätzen wir ein Wachstum des realen BIP zwischen 1,5-2,0% für 2016.

China: Die chinesische Volkswirtschaft ist neben der weiteren Entwicklung rund um den eingeleiteten Erhöhungszyklus der US-amerikanischen Zinspolitik zweifellos der Dreh- und Angelpunkt des neuen Wirtschaftsjahres. Doch in der Herausarbeitung der Kernfrage weichen wir klar von vielen KollegInnen ab, die entweder auf die allgemeine Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums abstellen oder aber sogar optimistisch gestimmt sind, weil sie eine erfolgreiche Verlagerung der Wertschöpfung weg vom investiven hin zum konsumtiven Sektor konstatieren. Beides halten wir für falsch. Denn weder ist aktuell die Schätzung einer allgemeinen Wachstumsrate der chinesischen Volkswirtschaft aussagekräftig, noch erkennen wir die positive Auswirkung einer angeblich erfolgreichen Umorientierung auf den Konsum – eine Entwicklung, die wir zudem für unplausibel halten, weil sie sich im beinahe unmöglichen Rekordtempo von nur wenigen Quartalen vollzogen hätte. Entscheidend für den Außenhandel und damit für die übrige Welt, die in den letzten Jahren vom chinesischen Hunger nach Rohstoffen und Investitionsgütern profitiert hat, ist einzig und allein die weitere Entwicklung der Importnachfrage nach eben diesen Gütern; und genau da sehen wir schwarz. Die Abbremsung des chinesischen Verarbeitenden Gewerbes ist manifest und keine Eintagsfliege – und mit ihr knicken die Importe von Rohstoffen, Maschinen und Vorleistungsgütern in das Reich der Mitte scharf ein, wie die jüngsten Statistiken bestätigen. Wir rechnen mit einer Fortsetzung genau dieser Entwicklung auch im neuen Jahr; dies ist die Basis für unsere leicht pessimistische Schätzung auch für viele andere Volkswirtschaften, wie oben angegeben. Und weil wir eben die angeblich bereits erfolgte Umorientierung der chinesischen Volkswirtschaft auf den Konsumsektor kaum nachvollziehen können, und obendrein das schwächelnde Verarbeitende Gewerbe in diesem Jahr geschätzt zum ersten Mal netto Arbeitsplätze abgebaut statt geschaffen hat, was den privaten Konsum zusätzlich negativ beeinträchtigt (s. dazu auch den 1. Teil unseres „Konjunkturticker-TV“ auf unserem YouTube-Kanal), rechnen wir insgesamt mit einer sich deutlich weiter abschwächenden Wachstumsrate des realen BIP zwischen 4,4-5,3% im neuen Jahr (die besonders große Streuung ist auf Grund der genannten Faktoren und der chronisch unzuverlässigen chinesischen Statistiken unvermeidbar).

 

Gruppenschätzung Schwellenländer

Für die Gruppe der Schwellenländer sind wir im neuen Jahr noch pessimistischer gestimmt als im abgelaufenen Jahr (s. unsere zahlreichen Einschätzungen in den zugehörigen Kategorien unseres „Konjunkturtickers“). Da die meisten Ökonomien aus dieser Gruppe klassisch auf den Export von Rohstoffen ausgerichtet sind, werden sie im besonderen Maße unter der einknickenden Importnachfrage der chinesischen Volkswirtschaft, wie oben beschrieben, zu leiden haben. Und damit noch nicht genug: Viele von Ihnen sind besonders ausgeprägt in US-Dollar im Ausland verschuldet, darunter insbesondere die Türkei. Von den nun mit Gewissheit anziehenden US-Zinsen werden sie daher doppelt negativ betroffen sein: Zum Einen, weil ihr Schuldendienst damit immer teurer wird, zum Anderen, weil ihrer jeweiligen Währungen im selben Atemzug unter zusätzlichen Druck geraten werden. Nachdem wir in diesem Jahr bereits Abwertungen von Schwellenlandwährungen zwischen 20-40% gegenüber dem US-Dollar und dem Euro gesehen haben, allen anderen voran beim brasilianischen Real, gehen wir daher davon aus, dass diese Entwicklung sich fortsetzen und teilweise noch verstärken wird – ein absolutes Alarmzeichen für alle Unternehmen, die in diesen Ländern mit Auslandsniederlassungen aktiv sind. Vor allem für die Türkei aus den genannten Gründen, aber auch mit Blick auf die durch Russland infolge des Syrienkonfliktes verhängten Sanktionen sind wir daher äußerst pessimistisch gestimmt (s. auch die zugehörige Einzelanalyse in unserem „Konjunkturticker“), ebenso für Russland, Brasilien und Thailand; letztere driften zusätzlich in ein politisches Vakuum bzw. offene Repression ab. Lediglich Indien ragt deutlich aus dieser ernüchternden Sammlung hervor, weil es als vollkommen abhängiger Ölimporteur überdurchschnittlich stark vom Ölpreisverfall profitiert und zudem kaum in US-Dollar verschuldet ist. Für die größte Demokratie der Welt erwarten wir daher ein Wachstum auf dem zuletzt gesehen Niveau zwischen 6-7,3% des realen BIP.

Einzig in der Gruppe der Entwicklungsländer existieren nach unserer Einschätzung daneben Lichtblicke, da einige dieser Länder weitestgehend von Erwägungen wie der chinesischen Importnachfrage und der US-Zinspolitik abgekoppelt sind und daher vergleichsweise stark von ihrer Binnenkonjunktur abhängen. Zu dieser Gruppe zählen wir Kenya, Botswana und Tanzania (s. dazu auch den 3. Teil unseres „Konjunkturticker-TV“ auf unserem YouTube-Kanal), mit einigen Abstrichen mit Blick auf China zudem Vietnam und Äthiopien.

 

Alle genannten Prognosen stehen schließlich unter einer Überschrift: Volatilität. Wir gehen fest davon aus, dass auf der Basis der im einzelnen dargestellten Gemengelage aus chinesischer Wachstumsabschwächung, veränderter amerikanischer Geldpolitik, Referenden in Europa über Brexit und den Verbleib Finnlands im Euro sowie geopolitisch die Syrienkrise und den Ölpreisverfall das neue Jahr in besonderem Maße von starken Schwankungen vor allem bei Rohstoffpreisen und Devisen, aber auch an den Kapitalmärkten gekennzeichnet sein wird. Unternehmen und Investoren sollten daher rechtzeitig für geeignete Absicherungen Sorge tragen, die sich mit Sicherheit bezahlt machen werden.

Das Team von J.S. Research steht Ihnen bei allen daraus resultierenden Herausforderungen (polit-)ökonomischer Natur gerne zur Seite, und wünscht Ihnen einen guten Start in das neue Jahr sowie allzeit erfolgreiches Wirtschaften!

Ihr Jakob Steffen

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