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SiNGES

Singapurs Konjunktur auf einen Blick

Singapur ist der Business-Hub des Commonwealth in Südostasien. Daher verfolgen wir die ökonomische Entwicklung der Lion City mit unserem eigenen Konjunkturindikator, dem SiNGES. Er ist analog zu unserem UKES konstruiert und daher in zwei Komponenten und den Hauptindikator unterteilt.

Die Komponente „Erwartungen“ läuft der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung voraus und umfasst Daten wie die Zins- und Inflationsentwicklung, das Konsumentenvertrauen etc. Die Komponente „Status“ beschreibt die aktuelle Lage und beinhaltet Daten wie die Produktionsleistung von Industrie und Dienstleistungen, den Außenhandelsbeitrag etc. Der Gesamtindikator setzt sich schließlich aus diesen beiden Komponenten zusammen.


Der SiNGES ist so skaliert, dass eine Lage von „Status“-Komponente und Hauptindikator oberhalb der Nulllinie einen Aufschwung anzeigt. Folgende Signale erzeugt der SiNGES außerdem: Bricht die Linie der „Erwartungen“-Komponente von unten nach oben durch die „Status“-Komponente, so ist dies ein sicheres Indiz für eine aufhellende Konjunktur in absehbarer Zukunft (3-6 Monate) und vice versa. Liegt ferner die „Status“-Komponente oberhalb des Hauptindikators, zeigt dies ein gesundes, längerfristiges Wachstum an; liegt sie dagegen darunter, bedeutet dies einen noch nicht nachhaltigen Aufschwung bzw. eine beständige Rezession.
Quellen: Monetary Authority of Singapore, Trading Economics, Bloomberg

+++26. Januar: Erholung schaltet einen Gang hoch, Einzel- und Außenhandel nun auch mit positiven Beiträgen+++

Es war gerade mal im letzten Update des SiNGES vom November, als wir festhielten: „Erholung hält an, aber Einzelhandel und Exporte trüben das Bild“. Zum Ende des vergangenen Jahres hat sich das grundlegend geändert. Werfen Sie einen Blick auf das Indikatorenbrett des SiNGES: Mit Ausnahme des Geschäftsklimas (aus dem einfachen, technischen Grund, dass dessen Wert für das vierte Quartal noch nicht vorliegt) notiert jeder einzelne Indikator in positivem Territorium. Und es waren gerade der Einzel- ebenso wie der Außenhandel, die Singapurs Wirtschaft schließlich dazu verholfen haben die Coronakrise einstweilen hinter sich zu lassen. Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze hat nun eine beeindruckende Erholung von den Tiefs des vergangenen Jahres vollzogen, und dabei sogar den anhaltenden Negativtrend von noch vor der Krise gebrochen. Derweil liegen die Volumina sowohl der Im- als auch der Exporte zwar noch unter den Niveaus vom vergangenem Januar/Februar, doch erholen sich die Exporte mittlerweile weitaus schneller als die Importe, was entsprechende Wachstumsbeiträge erzeugt. Und obgleich vorläufig die Erwartungen-Komponente des SiNGES noch hinter der Status-Komponente zurückbleibt, erscheint dies mit Blick auf die bestehenden Risiken nur zu angemessen, die von vor allem in Europa wütenden Mutationen des Coronavirus ausgehen. Trotzdem haben beide Subindikatoren sich auf ordentlichen Niveaus stabilisiert und bestätigen damit andere Indizien dafür, dass die Wirtschaft der Lion City als eine der ersten aus dem Gröbsten raus ist – vorausgesetzt, es kommt nicht zu einem erneuten Ausbruch in Singapur selbst.

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