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Wahlsieg katalanischer Separatisten erneuert Sezessionsgefahr

16. Februar 2021, 15:44 Uhr

Die Regionalwahlen in Katalonien vom vergangenen Sonntag haben ein Ergebnis gebracht, das ein jahrelang schlummerndes Risiko wieder zu beleben droht: ein weiterer Anlauf der Separatisten auf Unabhängigkeit von Spanien.

Zwischen 2017/18 hatte die von Carles Puigdemont geführte katalanische Regierung einseitig versucht, die Unabhängigkeit von Spanien auszurufen, was schließlich in die Verhaftung einiger der Rädelsführer aus Puigdements Regierung und zur Flucht Puigdemonts selbst nach Frankreich mündete.

Nur ein Jahr später stürzte die sozialistische Regierung von Pedro Sanchez über exakt dasselbe Thema: Obwohl technisch die Niederlage bei einer Haushaltsabstimmung das Ende der Regierung Sanchez herbeiführte, waren es die separatistischen Koalitionspartner, die dem Premierminister den Boden unter den Füßen wegzogen. Daraufhin hing die Drohung einer erneuten Sezessionskrise für einige Monate über Spanien, die nur durch einen überzeugenden Sieg Sanchez‘ und seiner Sozialisten bei Neuwahlen vorläufig entschärft werden konnte.

Nun aber ist das Gespenst der Sezession zurückkehrt, nachdem die Separatisten in Barcelona zum ersten Mal eine absolute Mehrheit errungen haben. Und obwohl die verschiedenen separatistischen Parteien uneins sind über den Weg zur Unabhängigkeit, stimmen sie in diesem Ziel doch absolut überein. Unsere Analyse von Anfang 2019 hat daher neuerliche Relevanz erlangt.

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